Ein sonniges Wetterzeichen auf dem Telefon sagt wenig darüber aus, wie angenehm es am offenen Ostseestrand wird. Wind beeinflusst den Weg über den Sand, das Essen auf der Decke und die Entscheidung, überhaupt ins Wasser zu gehen. Ein windiger Strandtag gelingt eher mit einem überschaubaren Aufenthalt und einer leicht erreichbaren Ausweichmöglichkeit als mit möglichst viel Ausrüstung.

Vor der Abfahrt die Bedingungen genauer lesen

Prüfe nicht nur Temperatur und Regenwahrscheinlichkeit, sondern auch Wind, Böen und aktuelle Warnungen. Der Deutsche Wetterdienst stellt Küstenwarnungen bereit. Eine allgemeine Vorhersage ersetzt dennoch nicht die Hinweise am konkreten Strand: Dort können Badeflaggen, Sperrungen und Anweisungen der Wasserrettung entscheidend sein. Bei Sturmwarnung wird aus dem geplanten Strandtag besser ein Programm mit Abstand zum Wasser.

Wähle für einen normalen, aber windigen Tag einen Zugang mit kurzem Rückweg. Ein Café, eine Unterkunft oder ein anderer geschützter Aufenthaltsort in erreichbarer Nähe hilft, wenn jemand früher friert als erwartet. Ein windgeschützter Sitzplatz ist allerdings keine Aussage über sichere Badebedingungen. Besonders ablandiger Wind kann schwimmende Gegenstände vom Ufer wegtreiben.

Die Tasche nach Tätigkeiten packen

Zum Sitzen gehören eine windabweisende Schicht, trockene Kleidung und eine Unterlage, die sich nicht sofort zusammenfaltet. Für Getränke ist eine verschließbare Flasche nützlicher als ein offener Becher. Verpacke das Essen portionsweise in geschlossenen Behältern, damit beim Öffnen nicht die gesamte Mahlzeit im Sand steht. Telefon und Schlüssel bleiben in einer verschließbaren Innentasche.

  • Eine warme Schicht zusätzlich zur Kleidung für den Hinweg mitnehmen.
  • Ein separates Fach oder einen Beutel für feuchte und sandige Sachen vorsehen.
  • Sonnenschutz auch bei kühlem Wind einplanen.
  • Nur die Spielsachen einpacken, die bei diesen Bedingungen tatsächlich verwendet werden.

Ein Windschutz ist nur sinnvoll, wenn er am Strand erlaubt ist und entsprechend den Herstellerangaben sicher aufgestellt werden kann. Bei kräftigen Böen ist ein instabiler Schirm keine Lösung. Halte Zugänge frei und nutze Dünen nicht als geschützte Sitzmulde.

Spielen am Strand und Baden getrennt entscheiden

Die DLRG weist darauf hin, dass aufblasbare Schwimmhilfen und Luftmatratzen keine Sicherheit bieten. Verzichte bei ungünstigem Wind auf aufblasbares Wasserspielzeug. Kinder benötigen am und im Wasser aufmerksame Aufsicht; Ausrüstung übernimmt diese Aufgabe nicht. Wenn die örtlichen Hinweise gegen das Baden sprechen, bleibt der Tag an Land. Ein Spaziergang oder kurzes Spiel im Sand kann den Ausflug trotzdem ausfüllen.

Vereinbare vor dem Auspacken einen einfachen Abbruchpunkt: etwa wenn Kleidung nicht mehr warm hält, Sand ständig ins Gesicht weht oder sich die Wetterlage verschlechtert. Packe dann zuerst lose Gegenstände ein und gehe gemeinsam zurück. Eine kurze, angenehme Stunde am Strand muss nicht zu einem ganzen Tag verlängert werden, nur weil die Tasche dafür gepackt wurde.